„The Seed“ – Seven Eyes

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 THE SEED

Seven Eyes

 

„The speed of change in this world is overwhelming, but music can provide a source of comfort, healing and understanding.“

Tanya Wells

 

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Die bereits im Jahre 2015 von den beiden Ausnahmekünstlern, Tanya Wells und Paulo Vinícius, gegründete Band „Seven Eyes“ hat bereits im Februar diesen Jahres (2017) ihr Debütalbum THE SEED herausgebracht. THE SEED zählt zur musikalischen Kategorie der „Weltmusik“ – gewähren doch alle dreizehn Songs auf völlig abwechslungsreiche Art und Weise, tiefste Einblicke in ferne Gegenden dieser Erde. Und so wird der Zuhörer etwa nach Indien, Pakistan oder auch nach Brasilien entführt; die musikalische Reise führt jedoch auch in Länder wie Frankreich, England, Amerika und häufig auch einfach nur weit in die Natur hinein. Der Song „Jupiter“, welcher ergreifende Klagezeilen auf Urdu mit einem ebenso packenden Lamento auf Französisch verschmelzen lässt, bringt den Zuhörer sogar zu jenen Menschen, die als sogenannte „Flüchtlinge“ alles verloren haben: Ihre Heimat, ihren Status, ihre Identität und häufig auch ihr Leben.

mg_6892-1Vor diesem Hintergrund gleicht THE SEED einer Art musikalischer Weltensammlung – auch allein schon deshalb, weil es die weite Bandbreite von Tanya Wells, aber auch die des klassisch ausgebildeten Gitarristen Paulo Vinícius zeigt. Beide Künstler verfügen über ein enormes musikalisches Repertoire: Tanya Wells verzaubert die Zuhörer mit Songs auf unterschiedlichen Sprachen (urdu, hindi, sanskrit, englisch und französisch) und überrascht mit ihrem akkuraten Verständnis der klassisch-indischen Musik; ihre musikalischen und kulturellen Einflüsse gehen allerdings noch weit über den indischen Bereich hinaus: Hip Hop, Soul, Folk, Jazz, Klassik, Latino und Gospel – Einflüsse, denen der Gitarrist, Paulo Vinícius, ebenso gewachsen ist; darüberhinaus schöpft der Vollblutmusiker meist noch die klanglichen Möglichkeiten seines Instruments in so beweglicher, sensibler und konzentrierter Form bis zum Äußersten aus.

 

mg_8075Ihren eigenen Musikstil bezeichnet „Seven Eyes“ als merging music, da die unterschiedlichsten musikalischen, kulturellen und auch religiösen Strömungen in all ihren Songs miteinander derart verwoben sind, dass ihre Musik vorgegebene Strukturschemata sofort zu sprengen drohen. Kritiker könnten vielleicht genau deshalb kein Zugang zu ihrer Musik finden. Doch öffnet THE SEED mittels seines so spezifischen Musikstils kulturhistorisch gesehen, völlig innovative musikalische Türen. Dieses Album ist daher ein Muss für alle, die mehr als nur schöne Musik hören wollen – bietet doch THE SEED in seinem geradezu meisterhaften Umgang mit diversen Klangfarben sowohl gesangliche als auch rein instrumentale Höhepunkte.

 

Ein Kommentar

  1. Sehr schöner Bericht! Danke! 😘

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